Das Dream Hotel von Laila Lalami

„Stell dir die Frauen vor. Die Kinder. Was, wenn du sie vor solchen Monstern retten könntest? Du musst dafür nicht einmal etwas tun. Du hast längst die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert.“ (Seite 7)

Sara T. Hussein kommt von einer Konferenz aus London zurück, und bei der Passkontrolle am Flughafen in Los Angeles wird festgestellt, dass ihr Risikowert zu hoch ist. Hier greift das sogenannte Pre-Crime-Gesetz, in ihren Träumen hatten sich Auffälligkeiten gezeigt.

Nun sitzt sie im Madison ein, in einem Einbehaltungszentrum. Sie hat – genau wie die anderen sogenannten Programmteilnehmerinnen, Einbehaltenen, Registrierten oder Bewohnerinnen – nichts getan, doch ihr wird eine zukünftige Tat zur Last gelegt, weshalb sie unter forensischer Beobachtung steht.

Laila Lalami baut in ihrem Roman eine gespenstische Stimmung auf. Sie erzählt von einem Überwachungsstaat, der möglicherweise gar nicht mehr so weit von unserer aktuellen Realität entfernt ist.

Ich empfand den Einstieg in den Roman als sehr gelungen. Doch trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis mich der Roman richtig am Haken hatte.

Letztendlich fand ich sowohl den Plot als auch die Figuren überzeugend, spannend und lebensnah. Ich habe diesen Roman gerne gelesen und kann ihn deshalb allen empfehlen, die in eine unheimliche Zukunftsvision eintauchen möchten.

Laila Lalami: Das Dream Hotel. Aus dem Amerikanischen von Michaela Grabinger. Kein & Aber, 2025, 480 Seiten; 26 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!