Bretonisches Vermächtnis von Jean-Luc Bannalec (Hörbuch)

„das einzigartige Zusammenspiel aus Licht und Farben“ (CD 1, Track 1)

Frühsommer im bretonischen Concarneau: Kommissar Dupin genießt die Sonne und das Leben in der Stadt, während die meisten seiner Kollegen im Urlaub sind.

Doch dann ist es vorbei mit der Beschaulichkeit, denn genau vor Dupins Nase kommt zu einem tragischen Todesfall: Der wohlhabende Arzt und Kunstsammler Chaboseau stürzt aus dem vierten Stock seines Hauses in die Tiefe und wird von seiner Ehefrau tot aufgefunden. Die Obduktion zeigt Hämatome, alles deutet auf Fremdeinwirkung hin, und bald kommt es zu weiteren Vorfällen.

Die Kriminalromane von Jean-Luc Bannalec sind eine feste Größe in meinem Lese-/Hörbuchleben. Jeden Sommer erscheint ein neuer Band, mit dem ich gedanklich zusammen mit dem Autor in die Bretagne reise. Jedes Mal wecken die Bücher mein Fernweh, aber trotzdem habe ich die Bretagne bisher noch nicht selbst bereist.

Auch den achten Dupin-Band empfand ich als stimmungsvoll und unterhaltsam, so wie ich es bereits von den ersten sieben Bänden kannte. Das Setting in Concarneau, die Bezüge zu Georges Simenon, die Informationen über Kunst und Kultur, Wirtschaft und Gastronomie in der Bretagne haben mir gefallen und mich für ein paar Stunden vor Ort versetzt.

Auch die Stimme und Interpretation von Gerd Wameling fand ich gelungen, und ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört, weil seine Art zu lesen angenehm, entspannend und doch packend ist. Allerdings empfand ich seine verstellten Stimmen, wenn er andere Personen charakterisierte, weniger gelungen, weil dies recht aufgesetzt klang.

Im Verlauf schwächelt das Buch meiner Meinung nach ein wenig, und die Geschichte hat nicht recht Fahrt aufgenommen. Nichtsdestotrotz ist Bretonisches Vermächtnis ein atmosphärischer und kurzweiliger Kriminalroman, den ich gerne gehört habe.

Jean-Luc Bannalec: Bretonisches Vermächtnis. Kommissar Dupins achter Fall. Ungekürzte Lesung mit Gerd Wameling. argon, 2019; 19,95 Euro.

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