Biodiversität von Jasmin Schreiber

„Wo vorher noch ganze Schwärme an Distelfaltern, Tagpfauenaugen und Zitronenfaltern mit brummenden Schwebfliegen, Käfern und Bienen um die schönsten Blüten rangen, herrscht jetzt gespenstische Stille.“ (Seite 3)

Jasmin Schreiber erzählt in Biodiversität von Terminologie und Klassifikation, Genetik und Mutationen, Ökosystemen und Biodiversitäts-Hotspots, Pangäa und Hybriden, Endlingen und sechstem Massensterben, Wandertaube und Dodo, Earth Overshoot Day und CO2-Fußabdruck, Neobiota und invasiven Arten, Anthropozentrismus und Biozentrismus. Zudem gibt sie Empfehlungen, was man selbst tun kann, um Biodiversität zu schützen.

Ich habe mich schon etwas intensiver mit den Themen Biodiversität, Klimawandel und sechstem Massensterben beschäftigt, aber hier habe ich trotzdem noch dazugelernt. Auch die Kompaktheit des Buches, die vielen schönen Zeichnungen und hilfreichen Grafiken und Tabellen sowie die zahlreichen Details, die man wahrscheinlich nirgends sonst lesen kann, weil sie eher Anekdoten sind, haben mir sehr gut gefallen.

Sprachlich war mir das Buch bisweilen etwas zu flapsig bzw. zu bemüht lustig, aber das ist Geschmackssache. Inhaltlich kann ich das Buch voll und ganz empfehlen – sowohl für Einsteiger ins Thema als auch für Fortgeschrittene, denn hier bekommt man viele Informationen auf verständliche und unterhaltsame Weise vermittelt, doch Schreiber geht oft auch in die Tiefe, so dass man sicherlich auch Neues erfährt, wenn man sich mit dem Thema schon etwas näher beschäftigt hat.

Jasmin Schreiber: Biodiversität. 100 Seiten (Reclam 100 Seiten). Reclam Verlag, 2022, 100 Seiten; 10 Euro.

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