Adikou von Raphaëlle Red (Hörbuch)

„Denk daran, dass dieses Bewusstsein sich am Ende niemals auf bloße Herkunft reduzieren lässt.“ (Track 36)

Adikou lebt in Paris, wo sie auch aufgewachsen ist, und möchte das Geburtsland ihres Vaters, den sie kaum kennt, bereisen und kennenlernen. Sie macht sich deshalb auf den Weg nach Lomé in Togo.

Adikou fühlt sich nirgends richtig zugehörig, sucht sich selbst, will verstehen, wer sie ist und wo sie herkommt.

Die Suche nach sich selbst und ihrer Identität führt sie nicht nur nach Togo, sondern über die afrikanische Westküste bis nach New Orleans.

Der Einstieg ins Buch hat mir einerseits gut gefallen, der Roman hat mich gefangen genommen und ließ mich die flirrende Hitze Togos spüren. Schon ziemlich am Anfang des Hörbuchs war ich aber auch immer wieder verwirrt und bin mit meinen Gedanken abgeschweift.

Letztendlich hat mir dieses Buch über Rassismus, Herkunft und Identität zwar stellenweise gut gefallen, wurde lebendig, blumig und spannend erzählt, doch es konnte mich trotzdem nicht richtig begeistern.

Die Autorinnenlesung fand ich jedoch großartig – ich finde, Raphaëlle Red hat dieses Buch ganz wunderbar eingelesen, liest eindringlich und stimmig.

Raphaëlle Red: Adikou. Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky. Ungekürzte Autorinnenlesung. Argon, 2024; 15,95 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!