Mama & Sam von Sarah Kuttner (Hörbuch)

„Aber um das Ausmaß der Sache zu verstehen, muss ich lesen, und zwar der Reihe nach. Also höre ich dieses Mal nicht auf, sondern will zumindest den ersten offiziellen Tag in diesem elendigen Chat zu Ende lesen.“ (Track 35)

Die Mutter der Ich-Erzählerin ist tot. Sie lag allein in ihrer Wohnung, bis Nachbarn sich über das durchgehend angeschaltete Licht und den zunehmenden Geruch wunderten.

Die Ich-Erzählerin hatte den Kontakt abgebrochen, nachdem ihre Mutter in Kontakt mit einem Love‑Scammer getreten war und vollkommen beratungsresistent weiter Kontakt hielt und dem Mann immer wieder Geld zukommen ließ.

Nach ihrem Tod zeigt sich, dass die Mutter Unsummen in diesen Mann investiert hat.

Die Ich-Erzählerin, die das Erbe ausschlägt, liest sich durch den Chatverlauf ihrer Mutter mit dem Mann, in den ihre Mutter sich verliebt hat und der letztendlich ihr Leben zerstörte.

Dieser Roman war meine erste Begegnung mit Sarah Kuttner, und nun bin ich angefixt und möchte noch mehr von ihr lesen.

Der Roman hat mich total gefesselt und berührt. Er macht deutlich, welche Bedürfnisse einen in die Arme von Love‑Scammern treiben, wie diese vorgehen und welche perfiden Strategien sie anwenden.

Mich hat das beim Hören richtig sauer gemacht, mir regelrecht den Hals zugeschnürt und auch sonst sämtliche Emotionen evoziert: Das Buch hat mich berührt, traurig, wütend gemacht und mitleiden lassen.

Der Roman wird eindringlich von Kuttner, Anna Thalbach und Juian Horeyseck gelesen, und die Geschichte ist so spannend, dass ich immer weiter gehört und das Hörbuch innerhalb kürzester Zeit fertig gehört hatte.

Dieser Roman gehört zu meinen Lieblingsbüchern 2026.

Sarah Kuttner: Mama & Sam. Gelesen von der Autorin, Anna Thalbach und Juian Horeyseck. Argon Verlag, 2025; 15,95 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!