Berlin für Berliner 2017

„Kein Konzept ist zu ausgefallen, um es nicht mal zu probieren.“

Nach einer knappen Übersicht über die einzelnen Stadtviertel (Charlottenburg, Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Prenzlauer Berg, Schöneberg, Tiergarten sowie andere Viertel abseits der bekanntesten Stadtteile) werden in Berlin für Berliner die angesagtesten Tipps zu den Themen Kunst & Kultur, Essen & Trinken, Einkaufen, Wellness & Sport bzw. Ausgehen geboten.

„Berlin erleben“ beschreibt Aussichtspunkte (z.B. Fesselballonfahrt), besondere Erlebnisse (z.B. Base Flying), grüne Oasen (z.B. Comeniusgarten) und Stadtführungen (z.B. Fluchttunneltour oder U-Bahn-Cabrio-Tour).

Im Anschluss folgen ausführlichere Tipps zu Kunst & Kultur (z.B. besondere Bauwerke, Gedenkstätten, Kinos, Museen), Essen & Trinken (z.B. Brunch & Frühstück, Eisdielen, Mittagstisch, vegan/vegetarisch), Einkaufen (z.B. Ausgefallenes, Fabrikverkauf & Outlet, Floh- und Wochenmärkte), Spaß für Kinder (z.B. Ausflüge, Aktivitäten bei Regen, besondere Erlebnisse), Wellness & Sport (z.B. Bäder & Saunen, Beauty & Entspannung, Tanzen, Wassersport), Ausgehen (z.B. Bars, Partymeilen, Clubs & Diskos, Kneipen), Landpartien (z.B. Badeseen, Wanderungen), Feste, Festivals & Events (z.B. Film, Klassik, Literatur, Messen). Zu den einzelnen Tipps werden der Bezirk (mit Farbcode), die Adresse und Telefonnummer, die Website, die U- bzw. S-Bahn-Haltestelle sowie die Lage auf den Cityatlas-Karten angegeben.

Auf den letzten Seiten befindet sich ein Cityatlas, ein Register sowie Websites und ein Liniennetzplan.

Mir hat Berlin für Berliner sehr gut gefallen, und das Buch macht große Lust auf Unternehmungen in der Stadt.

Das Buch ist sehr klar gegliedert, so dass man sich sehr schnell zurechtfinden kann. Besonders hilfreich sind dabei die Farbcodes für die einzelnen Viertel, die verwendeten Symbole (z.B. das Sparschwein für preiswerte oder gar kostenlose Erlebnisse) sowie die Hervorhebungen (z.B. in Neongelb für Insidertipps oder mit einem Stern für Highlights).

Besonders gelungen fast ich auch die Tipps für Carsharing, für vegane und vegetarische Restaurants und Geschäfte sowie besonders spannende (z.B. Fluchttunneltour, Querstadtein) oder wunderbar skurrile Tipps (z.B. Fussfetifisch). Schön ist auch, dass recht neue Entwicklungen (z.B. in Marzahn) abgebildet wurden, so dass das Buch sehr aktuell ist.

Im Buch finden sich sowohl Tipps, die ich bereits selbst ausprobiert habe und gerne weiterempfehle (z.B. Eis bei „Hokey Pokey“, Abendessen in „Osmans Töchter“) als auch solche, die schon länger auf meiner To-do-Liste stehen (z.B. Taschenlampenführung im Naturkundemuseum). Besonders schön fand ich zudem die vielen und vielseitigen Restaurant- und Ausgehtipps, die ich in Zukunft gerne ausprobieren will (z.B. Tägliche Chaostheorie, Masel Topf, Gourmetterie, Lucky Leek).

Natürlich kann man von einem Reiseführer, der so gut verkauft wird, keinen extravaganten Tipp erwarten, der wirklich geheim ist und den man nur selbst aufsucht. Und natürlich ändern sich Trends ganz schnell, und was gestern noch aufregend und neuartig war, kann morgen schon öde sein. Das sollte aber jedem klar und kein Grund zur Kritik sein.

Das Buch ist sehr weit gefasst, so dass mit Berlin für Berliner vom Karnivoren bis zum Veganer und vom Familienvater bis zur Partymaus alle auf ihre Kosten kommen können.

Christine Berger, Cornelia Wolter, Juliane Wiedemeier und Thomas Trappe: Berlin für Berliner 2017. Marco Polo, 2016, 248 Seiten; 12,99 Euro.

Dieser Post ist Teil des Berlin-Themas im März 2017.

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