Schlagwortarchiv: Johanna Sebauer

Das Gurkerl von Johanna Sebauer

„Nicht immer kann man das, was einem so widerfährt in seinem Leben an Aus-den-Fugen-Geratenem, im Nachhinein noch erklären […].“ (Seite 5)

Der Pertak ist ein wichtiger und unabkömmlicher Kerl, hat in der Redaktion ein Einzelbüro, ist dauernd am Telefon und hat feste Routinen.

Eines Tages öffnet er den Deckel seines Gurkenglases, um sich ein spätes Frühstück zuzubereiten. Und da passiert es: Beim Biss ins Gurkerl spritzt ihm Gurkerlwasser ins linke Auge.

Am nächsten Tag trägt der Pertak ein Augenpflaster, und am Ende der Woche erscheint seine Kolumne, die er über die Gurkerlwasserangelegenheit und die Gefährlichkeit von Gurkerlwasser verfasst hat.

Die Geschichte zieht schließlich immer größere Kreise.

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Popóm von Johanna Sebauer

„Denn ich wusste, dieser Mann, den ich nur kurz von vorne gesehen hatte, als er vor dem Regal mit den Konserven sich zu mir umgedreht hatte, bevor er nach den Dosenpfirsichen gegriffen hatte, dieser Mann, der womöglich doppelt so alt war wie ich, dessen Car-Coat-Rücken ich an die Kasse gefolgt war, wo wir jetzt standen – mein Augenlid zuckte, ich atmete zitternd -, dieser Mann, und darüber gab es keinen einzigen Zweifel: Dieser Mann war ich.“ (Seite 8)

Das Leben von Hendrik Popom, Ende 20, ist nicht gerade auf seinem Höhepunkt: Sein Agenturjob läuft nicht so gut, mit seiner Freundin Anja könnte es auch besser sein, und dann macht er auch noch eine sonderbare Begegnung, die ihn durcheinanderbringt und sein Leben stark beeinflusst: An einem Sommerabend begegnet der Protagonist des Romans sich selbst in einem Kiosk.

Der Mann, bei dem sich Hendrik Popom sicher ist, dass es sich um ihn selbst handelt, auch wenn der Mann, gekleidet in einem saharagelben Car-Coat, mit braunen Lederschuhen und taubengrauem Hut, etwa doppelt so alt ist wie er selbst, stellt sich schließlich als Hendrik Popóm vor.

Die beiden treffen sich zufällig wieder. Popóm fühlt sich verfolgt und veräppelt von Hendrik, der seinen Namen auf der ersten Silbe betont – Pópom -, doch schließlich versteht auch Popóm, dass er sich selbst getroffen hat.

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