QualityLand. Band 1.1. Graphic Novel von Marc-Uwe Kling

„Gerüchten zufolge ist der niedrigste Rang übrigens Level 2. Anscheinend wird keiner auf Level 1 eingestuft, damit selbst Level-2-Menschen noch jemanden unter sich glauben. Die Sorge, tiefer fallen zu können, wird als nützlich betrachtet. Menschen, die denken, sie hätten nichts mehr zu verlieren, sind gefährlich.“

Marc-Uwe Kling nimmt den Leser mit nach QualityLand, wo das Leben von Algorithmen optimiert wurde. Im Mittelpunkt der Graphic Novel, die von Zachary Tallent gezeichnet wurde, steht Peter Arbeitsloser, der das System, in dem er lebt, immer mehr anzweifelt.

Die Graphic Novel war meine erste Begegnung mit Kling. Ich kenne weder den Roman QualityLand noch seine berühmten Känguru-Chroniken.

Die Zeichnungen in der Graphic Novel – übrigens der erste von zwei Bänden – sind wirklich großartig und vermitteln ein überzeugendes Bild vom Leben in QualityLand. Da ich den Roman nicht kenne, weiß ich nicht, was und wie viel für die Graphic Novel gekürzt wurde, aber auf mich wirkte die Graphic Novel zu keinem Zeitpunkt unvollständig, unverständlich oder zu knapp.

Sehr gelungen fand ich die vielen liebevollen und kreativen Details, mit denen Kling seine Dystopie ausgestattet hat, und die meisten davon empfand ich als stimmig. Seine Zukunftsvision ist dabei recht unheimlich, wirkt bedrohlich und beängstigend.

Einige Aspekte fand ich jedoch etwas überzogen, andere zu bemüht lustig, weshalb der Funke in Sachen Plot und Stil bei mir nicht ganz übergesprungen ist. Die Optik und die generelle Idee zur Welt in der nahen Zukunft haben mir aber ausgesprochen gut gefallen.

Marc-Uwe Kling und Zachary Tallent: QualityLand 1.1. Graphic Novel. Voland & Quist, 2020, 176 Seiten; 18 Euro.

2 Gedanken zu „QualityLand. Band 1.1. Graphic Novel von Marc-Uwe Kling“

  1. Hallo,

    der Roman hat mir sehr gut gefallen, aber der Humor ist schon ziemlich speziell! Aber die Frage ist natürlich, was für die Graphic Novel gekürzt oder verändert wurde, da kommt der Humor vielleicht eh etwas anders rüber?

    LG,
    Mikka

    1. Das kann sein, aber ich vermute, dass mir das einfach manchmal zu bemüht lustig war und dass das im Roman ähnlich ist. Ich finde meistens nicht so lustig, was viele andere lustig finden, deshalb wundert mich das gar nicht :-).

      Liebe Grüße!

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