GEO EPOCHE Der Kolonialismus. Die Welt im Griff Europas

„Die Herrschaft, die Europäer ab etwa 1500 allmählich über weite Teile der Welt ausübten, war im Grundsatz ein brutales System der Unterdrückung, gegründet auf Habsucht, Rassismus und missionarischen Eifer.“ (Seite 3)

Das GEO EPOCHE-Heft setzt sich mit verschiedenen Aspekten rund um das Thema Kolonialismus auseinander, wobei einerseits Inhalte behandelt werden, über die man möglicherweise noch nicht x-fach gelesen hat, und andererseits auch bekanntere Themen angesprochen werden: die Suche nach dem Seeweg nach Indien, Stützpunktkolonie versus Beherrschungskolonie versus Siedlungskolonie, Konquistadoren auf Hispaniola, Ostindien und Dänisch-Westindien, Pelzhandel in Alaska, Franzosen in Vietnam, Ausbeutung des Kongo durch belgische Kolonialisten, Kolonialisierung und Unabhängigkeit Afrikas, Neuguinea unter deutscher Kolonialherrschaft, Annexion Koreas durch die japanische Kolonialmacht sowie die Unabhängigkeit Indiens.

Neben den lehrreichen Texten und den zeitgenössischen Fotografien finden sich im Heft auch zahlreiche Karten und eine ausführliche Zeittafel sowie eine herausnehmbare Kurzversion der Zeittafel.

Die Texte sind oft stimmungsvoll und bieten Einblicke in bekanntere und weniger bekannte Kolonialherrschaften. Dabei werden bestimmte Facetten der Kolonialisierung angesprochen, mit denen ich mich bisher noch nie befasst hatte, so dass ich die Lektüre als bereichernd und spannend empfunden habe.

GEO EPOCHE Nr. 97. Der Kolonialismus. Die Welt im Griff Europas. Gruner + Jahr, 2019, 173 Seiten; 12 Euro.

Dieser Post gehört zum Kolonialismus-Monatsthema im Juni 2021.

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