Gebrauchsanweisung für Tirol von Bernd Schuchter

„auch in Tirol gibt es heute Farbfernsehen und Waschmaschinen“

Bernd Schuchter erzählt in seiner Gebrauchsanweisung für Tirol von Fremdwahrnehmung und Selbstbild, Tourismus und Ursprünglichkeit, Innsbruck und Olympischen Spielen, Alm und Musikantenstadl, Schuhplatteln und Jodeln, Schützenverein und Blasmusikkapelle, Schnaps und Knödeln, Adlern und Raben, Schneesicherheit und Klimawandel, Dorfgasthaus und Kartenspielen, Ötzi und Dada.

Ich kenne Tirol, Osttirol und Südtirol von eigenen Reisen und war deshalb sehr auf die Gebrauchsanweisung für Tirol gespannt, weil ich gerne mehr über die Region und die Menschen erfahren wollte. Das Buch von Schuchter behandelt dabei übrigens lediglich Tirol und Osttirol, eine Gebrauchsanweisung für Südtirol hat Reinhold Messner geschrieben.

Schuchter erzählt mit Ironie und mit leichtem, aber stets sympathischen Spott von Tirol und den Tirolern. Wer Tirol selbst schon bereist hat, der wird hier auf viel Bekanntes stoßen, doch auch Neues kennenlernen, denn Schuchter schafft es einerseits, dass man sich beim Lesen wie im Tirol-Urlaub fühlt, andererseits, dass man viel über die Geschichte Tirols, den Alltag der Menschen und den Wandel der Region erfährt.

Bisweilen empfand ich die Ausführungen des Autors als etwas zu weitschweifig und detailliert, aber alles in allem kann ich das Buch für jeden empfehlen, der Tirol kennt oder kennenlernen möchte.

Bernd Schuchter: Gebrauchsanweisung für Tirol. Piper, 2017, 224 Seiten; 15 Euro.

Dieser Post ist Teil meines Österreich-Monatsthemas im September 2019.

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