Dunkel. Die Hulda Trilogie 1 von Ragnar Jónasson

„Ich halte nichts davon, etwas zu bereuen. Das Leben ist, wie es ist, es entwickelt sich so oder so in eine gewisse Richtung.“ (Track 23)

Hulda Hermannsdottir arbeitet als Kommissarin bei der Polizei Reykjavik und soll frühzeitig in den Ruhestand gehen, um Platz für einen deutlich jüngeren Kollegen zu machen. Als Kompromiss darf sie sich einen letzten Fall aussuchen, den sie aufklären möchte, und wählt den Tod einer jungen Frau aus Russland, deren Leiche an der isländischen Küste gefunden wurde.

Die bisherigen Ermittler haben den Fall zu den Akten gelegt, da sie davon ausgingen, dass es sich um einen Suizid handelte. Doch Hulda findet einen Suizid nicht plausibel, da der Asylantrag der jungen Frau gerade bewilligt wurde und die junge Frau alles andere als verzweifelt war.

Was ist der Frau zugestoßen?

Mir hat der Auftakt zur Hulda-Trilogie gut gefallen: Der Thriller wird ebenso spannend wie lebensnah erzählt, die Ermittlerin Hulda ist sympathisch, die Szenerie wurde stimmungsvoll beschrieben.

Auch das Hörbuch ist gelungen, wurde angenehm und angemessen von Katja Bürkle eingelesen, und ich habe lange am Stück zugehört und wurde perfekt unterhalten, so dass ich mit meinen Gedanken nicht abgeschweift bin und immer weiter der fesselnden Geschichte gelauscht habe.

Die Mischung aus Kriminalfall, Huldas Lebensgeschichte, ihrem Privatleben und ihren Verlusten hat mir sehr gut gefallen, und ich freue mich auf den nächsten Band der Reihe.

Ragnar Jónasson: Dunkel. Die Hulda Trilogie, Band 1. Aus dem Englischen von Kristian Lutze. Ungekürzte Lesung mit Katja Bürkle. der Hörverlag, 2020; 17,95 Euro.

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