Atlas der Gefahren von Ophélie Chavaroche und Arnaud Goumand

„Fokus auf physische, oft unerwartete und manchmal auch ungeahnte Gefahren“ (Seite 3)

Arnaud Goumand und Ophélie Chavaroche haben für ihren Atlas der Gefahren Orte zusammengetragen, die so gefährlich sind, dass man sie am besten meiden sollte (obwohl man sie nicht immer meiden kann oder will).

Sie nehmen den Leser u.a. mit zu den Eisbergen Neufundlands, zum Mount Everest, zum Natronsee, zum Kap Hoorn, zur gefährlichsten Straße der Welt, zum Teufelsmeer, in den Giftgarten von Alnwick Castle, nach Fukushima, zum Lysefjord, zum Säuretümpel am Dallol-Vulkan, zur Kristallhöhle von Naica, in die Katakomben von Odessa, zur Insel der 3000 Schlangen, zu den Waffenschmieden von Darra, zum Grab der Migranten im Mittelmeer, zu Tretminenfeldern und zum Bikini-Atoll.

Den beiden Autoren ist eine ebenso spannende und schlimme Sammlung von gefährlichen Orten gelungen, und mir hat sehr gut gefallen, wie unterschiedlich die aufgeführten Orte sind. Hier ist wirklich für jeden die passende Katastrophe dabei!

Die Texte zu den einzelnen Orten sind informativ, aber auch stimmungsvoll. Begleitet werden die Texte von wunderbaren, oft großformatigen Fotografien sowie Karten.

Was bisweilen amüsant und unterhaltsam wirkt, zeigt aber auch eine große Tragik, vor allem wenn es um die Zerstörung der Natur geht oder um Waffen, Krieg, Flucht und Migration. So ist das Buch nicht nur ästhetisch, sondern auch eine Mahnung und eine Warnung, was wir bereits zerstört haben und was noch auf dem Spiel steht.

Arnaud Goumand und Ophélie Chavaroche: Atlas der Gefahren. Aus dem Französischen von DAgmar Brenneisen. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, 2020, 256 Seiten; 38 Euro.

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