
„Wo die Hosen ‚Husen‘ und die Hasen ‚Hosen‘ heißen.“ (Seite 57)
Anhand der Sächsin Jenny und ihres neuen Partners Tobias, der aus Frankfurt stammt und der Jenny in Sachsen besucht, werden im Buch allerlei Fettnäpfchen vorgestellt, in die man in Sachsen tappen kann. Des Weiteren erfährt man, was überhaupt schiefgelaufen ist und wie man es besser machen kann.
Kristina vom Dorf setzt sich unter anderem mit der Mentalität der Sachsen, Sächsisch, Musik und Kaffeetrinken, sächsischem Humor und Vorurteilen gegenüber Sachsen, der Uhrzeit, Powerfrauen, sächsischen Erfindungen, Sporthelden, Weihnachten und Politik auseinander.
Ich stamme aus Sachsen, habe das Bundesland aber schon vor 32 Jahren verlassen. Ich wollte das Buch lesen, weil ich erstens die Reihe Fettnäpfchenführer sehr mag, zweitens bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen habe, das mir sehr gefallen hat, und drittens sehr gespannt auf einen Band über meine alte Heimat war.
Mir hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es selbst für mich nicht immer einfach war, Sächsisch zu lesen (womöglich auch deshalb, weil ich gar keinen Dialekt mehr spreche).
Ich habe hier sehr viel gelernt, gestaunt und Tränen gelacht, denn die Autorin hat extrem viel Humor, sodass das Lesen nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam ist.
Dieses Buch hat mich irgendwie auch mit meiner alten Heimat versöhnt. Einfach großartig.
„Die Sachsen sind so viel mehr als der pöbelnde Protestler, den man durch seinen überzogenen Dialekt sowieso nicht versteht oder der permanent durch Negativpresse im Gedächtnis bleibt.“ (Seite 134)
Kristina vom Dorf: Fettnäpfchenführer Sachsen. Bruckmann, 2026, 224 Seiten; 14,99 Euro.