Ein unglücklicher Tod. Ein Fall für DC Smith von Peter Grainger

„Mehr als dreißig Jahre trennten sie, aber es war ihnen beiden aufgefallen: Wayne Fletchers Verletzung war merkwürdig.“ (Seite 28)

Kings Lake in der englischen Grafschaft Norfolk: Hier ermittelt DC Smith, den seine Vorgesetzten eigentlich gerne in Rente schicken würden, der jedoch seinen Job liebt und sich wenig sagen lässt.

Smith wird eher an der kurzen Leine gehalten, da er oft unangepasst ist und wenig in Hierarchien funktioniert.

Aus diesem Grund bekommt Smith einen vermeintlich leichten Fall zugeschoben: Es handelt sich um den Fall des 17-jährigen Wayne Fletcher, der laut den Aussagen seiner Freunde einem Mann in einem Kanu hinterhergeschwommen und dann spurlos verschwunden ist.

Das Ganze sieht aus wie ein Unfalltod, doch bei der Obduktion fällt eine Quetschung in der Nähe des Sternums auf, die aussieht, als hätte jemand versucht, den Jungen zu reanimieren, bevor er wieder ins Wasser gelegt wurde.

Mir hat die besondere Stimmung in Ein unglücklicher Tod sehr gut gefallen. Der Kriminalroman ist klug, wurde in anspruchsvoller Sprache geschrieben und hat mich zudem sehr gut unterhalten. Auch die gemeinsame Ermittlung vom alten Hasen Smith und dem Frischling Chris Waters hat mir gefallen.

Mir hat dieses Buch sehr viel Freude gemacht, doch ganz übergesprungen ist der Funke irgendwie (noch) nicht – vielleicht wird sich das beim zweiten Band der Reihe ändern, der im September 2026 erscheint.

Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod. Ein Fall für DC Smith. Übersetzung von Eva Regul. Diogenes, 2026, 288 Seiten; 18 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!