Gedankenspiele über die Einsamkeit von Milena Michiko Flašar

„Mehr noch als die Handlung, mehr noch als die Figuren ist es die Einsamkeit, die meinen Romanen ihren Stempel aufgedrückt hat.“ (Seite 6)

Milena Michiko Flašar setzt sich in ihrem schmalen Büchlein mit dem Thema Einsamkeit als Conditio humana auseinander, als etwas, das zum Menschsein dazugehört. Sie berichtet von Endlichkeit und Veränderung, Grundbedürfnissen und Bedürfnisbefriedigung, Liebe und Geduld, Anders-Sein und Identität, Alleinsein und Eskapismus, Geburt und Tod.

Ich habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen, auch wenn mich zum Beispiel ihr Roman Ich nannte ihn Krawatte sehr interessiert.

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich im Kontext meiner psychotherapeutischen Tätigkeit viel mit dem Thema Einsamkeit zu tun habe und mich Ausführungen zu diesem Thema deshalb sehr interessieren.

Ich habe hier spannende Impulse bekommen, aber so richtig hat mich das Buch nicht begeistern können – vielleicht, weil es so kurz ist, dass ich gar nicht richtig eintauchen konnte. Gute, interessante Perspektiven bietet es aber allemal, und ich kann es allen empfehlen, die sich ein wenig näher mit Einsamkeit befassen wollen.

Milena Michiko Flašar: Gedankenspiele über die Einsamkeit. Droschl, 2026, 48 Seiten; 12 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!