

„James zu mögen ist schön. Wenn ich etwas durch meine Therapie-Sitzungen, die ich mir eigentlich gar nicht leisten kann, gelernt habe, dann, dass ich mich immer wieder zu den falschen Männern hingezogen fühle. Wie eine Motte ans Licht.“ (Seite 15)
Natalie sucht einen Mann, aber ihr passiert, was man in der Psychoanalyse Wiederholungszwang nennt: Sie sitzt immer wieder einem ähnlichen Muster auf, gerät an die falschen Männer, und die jeweilige Beziehung hat keine Zukunft.
Nun ist Natalie an James interessiert, der erschwerdenderweise ihr Vorgesetzter ist. Doch sie ist sich – trotz ihres Interesses an ihm – andererseits sicher, dass sie sich fernhalten sollte, weil es zu gefährlich ist, ihn in ihr Leben zu lassen.
Mit The Exes verfolgen wir Nathalies Leben von ihrer Kindheit mit dem gewalttätigen Vater über ihren ersten Ex Marc und die darauffolgenden Beziehungen. Leodora Darlington wechselt dabei zwischen den Zeiten, den Männern und der Erzählperspektive, erzeugt dadurch viel Spannung, und das Buch liest sich extrem abwechslungsreich.
Der Roman ist unterhaltsam, trotzdem anspruchsvoll und wirklich durchweg spannend. Ich habe dieses Buch sehr schnell gelesen und gegen Ende nimmt der Roman noch einmal zusätzlich an Fahrt auf, erzeugt eine extreme Sogwirkung, sodass ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte.
Parallel zum Buch habe ich das Hörbuch gehört, das sehr eindringlich und professionell eingelesen wird.
Leodora Darlington: The Exes. Nichts ist gefährlicher als das, was du vergessen wolltest. Übersetzung von Conny Lösch. Insel Verlag, 2026, 464 Seiten; 24 Euro.
Leodora Darlington: The Exes. Nichts ist gefährlicher als das, was du vergessen wolltest. Übersetzung von Conny Lösch. Gelesen von Sandrine Mittelstädt, Benito Bause und Viola Müller. Hörbuch Hamburg, 2026; 24,99 Euro.