Die Rose von Nischapur von Amir Hassan Cheheltan

„Die kurze Rundfahrt, auf Naders Vorschlag hin unternommen und von David begrüßt, hatte ihn nicht ins Herz Teherans, sondern ins Innere des Landes Iran geführt.“ (Seite 17)

David und der Iraner Nader treffen sich bei einer Lesung, freunden sich an. Vierzehn Monate später erfüllt sich David, der fasziniert ist vom persischen Dichter Omar Khayyam, einen großen Traum, reist in den Iran, besucht Nader in seiner Heimat Teheran. Dort lernt David auch die Verlobte von Nader kennen, Nastaran.

Ich habe vor vielen Jahren mit großer Begeisterung Der Kalligraph von Isfahan von Amir Hassan Cheheltan gelesen, und da ich Literatur aus und über den Iran generell sehr mag, habe ich mich auch sehr auf Die Rose von Nischapur gefreut.

Der Einstieg in den Roman hat mir sehr gut gefallen – der Roman wurde lebendig erzählt und die Beschreibungen der Stadt Teheran waren detailreich, sodass mich Cheheltan direkt nach Teheran versetzt hat, in eine Stadt, die ich noch nie bereist, über die ich aber sehr viel gehört und gelesen habe.

Ich empfand den Roman anfangs als sehr stimmungsvoll und sprachlich anspruchsvoll. Ich fand sofort in die Geschichte und konnte ganz in die iranische Lebenswelt abtauchen.

Nach dem sehr guten und atmosphärischen Einstieg empfand ich den Roman im Verlauf jedoch als sehr langatmig und irgendwie auch verwirrend. Ich musste mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen und habe mehr und mehr Interesse an der Geschichte verloren.

Am Ende muss ich sagen, dass ich leider keinen Zugang gefunden habe bzw. den Zugang nach den ersten Kapiteln einfach wieder verloren habe.

Amir Hassan Cheheltan: Die Rose von Nischapur. Aus dem Persischen von Jutta Himmelreich. C.H. Beck, 2024, 239 Seiten; 24 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!