Fremde Erde von Jhumpa Lahiri

Fremde Erde beinhaltet fünf Erzählungen, die von indischen Einwanderern und ihrem Leben in den USA erzählen. Dabei spielen Familienbande eine zentrale Rolle, doch neben den Gefühlen zwischen Eheleuten, zwischen Geschwistern sowie zwischen Eltern und ihren Kindern werden auch Beziehungen zwischen flüchtig Bekannten, zwischen Mitbewohnern und zwischen Freunden betrachtet und treffend charakterisiert.

Fremde Erde war mein drittes Buch von Jhumpa Lahiri, und wie Melancholie der Ankunft und Einmal im Leben hat mich auch der vorliegende Band begeistert.

Lahiri gelingt auch hier eine überzeugende Beschreibung von Emotionen, ihre Geschichten sind realistisch und lebendig, die Protagonisten und ihre Erlebnisse sind aus dem Leben gegriffen und dennoch auf ihre Art besonders und individuell. Auch sprachlich gefällt mir Fremde Erde sehr gut, die Erzählungen sind anspruchsvoll, lassen sich aber durch den fesselnden, flüssigen und nie hölzernen Stil schnell lesen.

Fremde Erde enthält fünf wunderbare Erzählungen und ist sehr empfehlenswert.

Jhumpa Lahiri: Fremde Erde. Deutsch von Gertraude Krueger. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2010, 304 Seiten; 12 Euro.

Diese Rezension ist Teil des Indien-Themas im Januar 2017.

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