Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr

„Letztlich bedauern wir nur die Chancen, die wir nicht ergriffen haben.“ (Seite 64)

1991: Pippa Allsbrook, Oberste im Haus der ‚Gemeinschaft der Rätselmacher‘ in Bedfordshire, findet auf den Eingangsstufen des Hauses eine Hutschachtel. Und in ihr: ein Neugeborenes.

2016: Im Alter von 89 Jahren ist Pippa verstorben, und der 25-jährige Clayton Stumper steht vor ihrem offenen Sarg. Seit sie krank geworden ist, hat Clayton immer mehr den Wunsch gehabt, die Wahrheit über sich herauszufinden: woher er kam, wer seine leiblichen Eltern waren und warum sie ihn vor 25 Jahren ausgesetzt haben.

Beim Sichten und Auflisten von Pippas Besitztümern wird schließlich die Hutschachtel gefunden, in der sich 25 Jahre zuvor Clayton als Baby befunden hatte. Auf dem Deckel der Hutschachtel befinden sich zwei Buchstaben in Goldfolie – „H. H.“ – ,im Inneren findet Clayton einen versiegelten Brief von Pippa an ihn, und dieser enthält – natürlich – ein Rätsel.

Ich habe diesen Roman auf einer langen Zugfahrt gelesen, und er hat mich hierbei perfekt unterhalten und die Zeit wie im Fluge vergehen lassen.

Die Schnitzeljagd für Clayton und den Leser hat mir viel Freude gemacht, sie ist spannend, unterhaltsam und geheimnisvoll. Auch die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Kapiteln bauen zusätzliche Spannung auf.

Ich empfand diesen Roman als durchweg stimmungsvoll, mystisch und sehr lebendig erzählt. Bisweilen war er mir ein wenig zu schnulzig, doch das ließ sich leicht verschmerzen.

Alles in allem kann ich diesen Roman allen empfehlen, die Lust auf einen richtig spannenden Schmöker haben.

Samuel Burr: Das größte Rätsel aller Zeiten. Übersetzung aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet. DuMont Buchverlag, 2024, 448 Seiten; 24 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!