
„Ich bin überzeugt, dass es für jeden ein Buch gibt […].“ (Seite 79)
Ruth Shaw eröffnet im Alter von 70 Jahren zwei Buchläden und erzählt in ihrem Buch von unterschiedlichsten Menschen, die sie in diesen kleinen Lädchen trifft.
Sie erzählt zudem von ihrer Familie, ihrer Kindheit, Schwangerschaften, verschiedenen Jobs, Hochzeiten und Beziehungen, Abenteuern, die sie erlebt hat. Sie berichtet außerdem von zahlreichen kritischen Lebensereignissen und Traumata, z.B. von sexueller Gewalt und Verlusten im Laufe ihres Lebens.
Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen. Der Buchladen am Ende der Welt hat sich angenehm angelesen und das von Shaw beschriebene Leben klang nach einem sehr zufriedenen, schönen Leben.
Im Verlauf zeigt sich jedoch schnell, wie viele Entbehrungen Shaws Leben beinhaltet und mit welcher Kraft sie diese bewältigen konnte.
Obwohl mich das Buch nicht richtig packen konnte und ich beim Lesen sonderbar distanziert geblieben bin, kann ich am Ende sagen, dass es wirklich beeindruckend ist, wie Shaw durchs Leben gegangen und wie sie sich durchs Leben gekämpft hat, wie sie trotz all der Tragödien immer wieder den Blick auf Schönes lenken konnte.
Ruth Shaw: Der Buchladen am Ende der Welt. Eine wahre Geschichte über ein abenteuerliches Leben und die Liebe zum Lesen. Aus dem Englischen von Anja Samstag. DuMont Reiseverlag, 2024, 300 Seiten; 17,95 Euro.