
„[…] tauche ein in eine einzigartige Kultur, die sich aus den ersten englischen Siedlern und den indigenen Māori zu einer der multikulturellsten Gesellschaften weltweit entwickelt hat.“ (Klappentext)
Die 36-jährige Birgit kommt aus Deutschland nach Neuseeland, und im Buch werden bestimmte Situationen beschrieben, in die sich Birgit begibt bzw. die ihr zustoßen.
Im Anschluss wird erklärt, in welches Fettnäpfchen sie dabei getreten ist, und die Autorin gibt Tipps, wie Birgit es hätte besser machen können.
Silke Noll erzählt dabei über Geografie und Importbeschränkungen, Fauna und Flora, Einladungen und Begrüßung, Potluck und Smalltalk, Erdbeben und Vulkane, Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit, Māori und Tattoos.
Ich war noch nie in Neuseeland, habe mich aber schon intensiver mit dem Land befasst, sodass ich keine komplette Neueinsteigerin zum Thema Neuseeland bin.
Das Vorwort fand ich sehr sympathisch. Und generell hat mir die Lektüre auch Spaß gemacht. Allerdings ist mir zwar bewusst, dass das Buch konstruiert ist, aber trotzdem habe ich mich häufig gefragt, ob sich wirklich jemand so trampelig, unfreundlich und rücksichtslos wie Birgit benehmen würde. Das Ganze hat mich etwas gestört, und um dieses Verhalten der fiktiven Birgit sonderbar zu finden, muss man meiner Meinung nach nicht einmal nach Neuseeland fahren – auch in Deutschland fände ich ihr Verhalten überzeichnet und unglaubwürdig.
Das Buch liest sich trotzdem unterhaltsam und vermittelt viele Informationen. Für mich war nur wenig Neues dabei, was jedoch sicherlich daran liegt, dass ich schon viel über Neuseeland gelesen habe und mehrere Kiwis kenne.
Silke Noll: Fettnäpfchenführer Neuseeland. Bruckmann, 2025, 224 Seiten; 14,99 Euro.