100 Fotos, die unsere Welt veränderten von Margherita Giacosa, Roberto Mottadelli und Gianni Morelli (Hrsg.)

„Noch bevor das 20. Jahrhundert begonnen hat, warten die Menschen bereits fiebrig darauf, es begrüßen, erleben und deuten zu dürfen. Und es mit einem Fotoapparat festzuhalten. Die Technik steckt damals noch in Kinderschuhen, doch ihre Wirksamkeit und Allgegenwärtigkeit veränderte für immer die Art und Weise, wie wir Geschichte erleben und erzählen.“ (Seite 8, Einleitung von Roberto Mottadelli)

Dieses Buch stellt 100 Fotos vor, die wichtige Ereignisse der letzten 150 Jahre dokumentieren. Man findet hier zum Beispiel ein Foto der transkontinentalen Eisenbahnlinie, des Eiffelturms und der Expo, von Lenins Ansprache an die Rote Armee, von Gandhi und dem Salzmarsch, von den Reichsparteitagen des deutschen Volkes, von der Explosion des Luftschiffes Hindenburg, von Churchill zwischen den Trümmern des Parlaments, von der Atomexplosion über Nagasaki, vom Sechstagekrieg, von der Hinrichtung eines Vietkong-Angehörigen, von Khomeinis Rückkehr in den Iran, von der ersten Intifada, von Barack Obamas Vereidigung, vom Corona-Gebet von Papst Franziskus und vom Attentat auf Donald Trump.

Neben den großformatigen Fotos bietet der Bildband Informationen zum Fotografen, zum Tag und Ort der Aufnahme sowie eine kurze Beschreibung der Umstände.

Die Fotografien zeigen beeindruckende (und schreckliche) Meilensteine von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Das Ganze ist faszinierend, lässt einen staunen und schockiert bisweilen.

Beim Betrachten der Bilder und beim Lesen der Texte habe ich mich nicht nur an Inhalte meines Geschichtsunterrichts in der Schule und an Bücher und Filme erinnert, sondern hier blitzten auch eigene Erfahrungen auf, die mit bestimmten Ereignissen verknüpft sind.

Margherita Giacosa, Roberto Mottadelli und Gianni Morelli (Hrsg.). 100 Fotos, die unsere Welt veränderten. White Star, 2026, 224 Seiten; 29,95 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!