Schlagwort-Archive: Thema

Der Duft des Regens von Frances Greenslade

„Ich hielt meine ewige Sorgerei für einen Fluch. Ich hatte noch nie jemanden dadurch gerettet.“

Frances Greenslade erzählt in Der Duft des Regens von der Kindheit und Jugend der beiden Schwestern Jenny und Maggie, die im Westen Kanadas aufwachsen. Maggie kommt nach ihrem Vater, macht sich viele Sorgen und ist geplagt von Ängsten. Als ihr Vater bei einem Unfall stirbt, weiß Maggie, dass ein Unglück selten allein kommt und erwartet die nächste Katastrophe. Nach mehreren Umzügen verlässt die Mutter ihre Kinder und gibt sie in die Obhut einer alten Freundin ihres verstorbenen Mannes. Maggie und Jenny versuchen nicht, die Mutter zu finden, doch werden bald von der Vergangenheit eingeholt. Der Duft des Regens von Frances Greenslade weiterlesen

Die Schande von Missoula von Jon Krakauer

„Wenn man von jemandem, den man kenne und dem man vertraue, sexuell missbraucht werde […], dann „ist die Welt auf einmal ein sehr, sehr beängstigender und unberechenbarer Ort“.“

In Die Schande von Missoula beschäftigt sich Jon Krakauer mit einer Serie von sexuellen Übergriffen, die sich zwischen 2010 und 2012 in der Universitätsstadt Missoula/Montana zugetragen haben.

Dabei führte er Interviews mit Opfern, deren Familien, Freunden und Bekannten sowie mit den mutmaßlichen Tätern. Die Schande von Missoula von Jon Krakauer weiterlesen

Der Totgeglaubte von Michael Punke

„ein Klang, so tief wie Donner oder ein umstürzender Baum, ein Bass, der nur von einer gewaltigen Masse ausgehen konnte“

Der Pelztierjäger Hugh Glass wird 1823 von einem Grizzly angegriffen und schrecklich zugerichtet. Wie durch ein Wunder überlebt Glass, doch da die Gefährten der Rocky Mountain Fur Company mit dem verletzten Glass nur langsam vorankommen, lassen sie ihn zusammen mit zwei Männern zurück, die für ihn sorgen und ihn nach seinem Tod begraben sollen. Doch kurz darauf lassen die beiden Männer Glass allein zurück: halb tot, unbewaffnet, ohne Ausrüstung, mitten im Indianergebiet. Der Totgeglaubte von Michael Punke weiterlesen

Mein Amerika von Bill Bryson

„Nie waren Menschen glücklicher gewesen.“

Bill Bryson erzählt in Mein Amerika von seiner eigenen Kindheit in den USA der 1950er Jahre. Er berichtet von ganz individuellen Erlebnissen, aber auch von den großen Themen der 1950er: recht unbedarfte Atomversuche, nukleares Aufrüsten, Kalter Krieg, Konsumwahn, Rassismus, beginnende Globalisierung. Mein Amerika von Bill Bryson weiterlesen

Straßen der Erinnerung von Bill Bryson

„WILLKOMMEN IM STAATE MISSISSIPPI. HIER WIRD GEZIELT GESCHOSSEN“

„Ich befand mich in der Welthauptstadt der Scheußlichkeiten.“

Bill Bryson lebte jahrelang im Vereinigten Königreich und kehrt nun in seine nordamerikanische Heimat zurück. Dort beschließt er, die Schauplätze seiner Kindheit und Jugend aufzusuchen und macht sich auf die Reise durch die USA. Ein Roadtrip durch 38 Staaten der USA beginnt, der nach 13978 Meilen in seiner Heimat Iowa endet. Straßen der Erinnerung von Bill Bryson weiterlesen

Picknick mit Bären von Bill Bryson

„[…] und allmählich wurde mir klar, daß dieses Unternehmen alles, aber wirklich alles übertreffen würde, was ich jemals angepackt hatte.“

Bill Bryson macht sich zusammen mit seinem Schulfreund Stephen Katz auf den Weg durch die Appalachen. Sie wollen den Appalachian Trail bezwingen, den längsten Fußweg der Welt, der sich durch 14 Staaten der USA zieht, über 3300 km lang ist und entlang der Ostküste Amerikas von Georgia bis Maine verläuft. Picknick mit Bären von Bill Bryson weiterlesen

América von T.C. Boyle

Bei einem Autounfall treffen zwei Welten aufeinander: Beim Fahrer handelt es sich um Delaney Mossbacher, einen reichen Kalifornier, der (wie viele seiner reichen Nachbarn) von der Angst vor Übergriffen durch Coyoten und Mexikaner getrieben wird und sich ansonsten mit Luxussorgen beschäftigt. Der Angefahrene ist der illegale Einwanderer Cándido, der mit seiner schwangeren Frau América aus Mexiko geflohen ist, um in den Vereinigten Staaten ein neues und besseres Leben zu beginnen. In den darauf folgenden Minuten und Stunden entwirft T. C. Boyle ein gnadenloses Bild einer amerikanischen Metropole und der unsäglichen Kluft zwischen Arm und Reich. América von T.C. Boyle weiterlesen

The Girls von Emma Cline

„Ich spürte, wie sich Hass in mir verhärtete, und es war schön, wie groß er war, wie rein und heftig.“

Kalifornien, 1969: Die 14-jährige Ich-Erzählerin Evie möchte beachtet werden und etwas Besonderes sein. Da begegnet sie der charismatischen Suzanne, die aus einer anderen Welt zu stammen scheint. Suzanne nimmt Evie eines Tages mit zu der Ranch, wo sie mit mehreren Mädchen und dem Guru Russell lebt. Evie ist fasziniert von diesem andersartigem Leben in Freiheit und ohne Besitz und Besitzansprüche. Doch bald entdeckt sie auch die andere Seite der Medaille: Russells Kontrolle, seine Allmacht und die sexuelle Hörigkeit der „Girls“. The Girls von Emma Cline weiterlesen

Butcher’s Crossing von John Williams

„Du bist verrückt. Was willst du eigentlich? Du kannst doch nicht jeden gottverdammten Büffel in diesem gottverdammten Land erlegen.“

Der 23-jährige William Andrews hat in Harvard studiert, doch sein altes Leben zurückgelassen und sich auf die lange Reise nach Butcher’s Crossing gemacht, um das Land kennenzulernen, denn er „war noch nie da draußen und will so viel wie möglich davon sehen“.

Andrews nimmt Kontakt mit dem Jäger Miller auf, der vor etwa 10 Jahren ein abgelegenes Tal voller Büffel entdeckt hat und seither davon träumt, an diesen Ort zurückzukehren, um die Büffel zu schießen und das große Geld zu machen. Andrews finanziert das Vorhaben, denn er wittert eine Gelegenheit, sich durch das Abenteuer selbst zu finden. Butcher’s Crossing von John Williams weiterlesen

Rost von Philipp Meyer

„Die Zeit des Ruhms, sie ist vorbei.“

Philipp Meyer erzählt von Buell, einem gottverlassenen Ort in Pennsylvania, einst ein wichtiger Standort der Stahlindustrie, nun eine von Arbeitslosigkeit, Armut und Verzweiflung geprägte Region. Hier wohnen Isaac English und sein Freund Billy Poe.

Isaac lebt nach dem Suizid der Mutter und dem Weggang der Schwester allein mit seinem Vater. Poe wohnt mit seiner Mutter in einem Trailer, hat irgendwann in seinem Leben den rechten Weg verlassen, trinkt und hat Probleme mit der Polizei. Rost von Philipp Meyer weiterlesen