Schlagwort-Archive: Natur

Die Intelligenz der Tiere von Carl Safina

„Manchmal messen Menschen mit zweierlei Maß: Wir gehen von der Annahme aus, dass andere Tiere weniger intelligent sind als Menschen, aber dann werden sie nach höheren Leistungsstandards beurteilt.“ (Seite 309)

Der Meeresbiologe, Ökologe und Naturschriftsteller Carl Safina wollte beobachten, was Tiere tun, und nach dem Grund für ihr Verhalten fragen, weshalb er sich eingehend mit einigen der meist geschützten Tierarten beschäftigte: mit Elefanten in Kenia, Wölfen in den USA und Orcas im nordwestlichen Pazifik. Obwohl der Fokus auf diesen drei Tierarten liegt, erwähnt der Autor zwischendurch unzählige andere Beispiele aus dem Tier- und Pflanzenreich, bietet so einen ebenso breiten wie in die Tiefe gehenden Überblick über das Verhalten und die Intelligenz von Tieren und versucht, Tiere nicht am Menschen zu messen und nicht zu vermenschlichen: Die Intelligenz der Tiere von Carl Safina weiterlesen

Artenreich. Eine Hommage an die Vielfalt von Joel Sartore

„Denn Ökosysteme verändern sich, wenn Arten verschwinden. Ohne Bestäuber wachsen keine Feldfrüchte. Ohne Beutegreifer zerreißt die Nahrungskette. Ohne Affen, Vögel oder Schildkröten werden im Wald keine Samen mehr verbreitet, und damit sterben auch die Bäume aus, die uns mit sauberer Luft und frischem Wasser versorgen und das Klima im Gleichgewicht halten. Wir müssen begreifen, dass die Wälder und Meere, die Feuchtgebiete und Savannen der Welt nicht nur den Tieren in diesem Buch einen Lebensraum bieten. Sie sind das gemeinsame Zuhause für uns alle.“

Wen schon das Coverbild des fluffigen und irgendwie unwirklich aussehenden Albino-Baumstachelschweins zum Lächeln bringt, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen, denn Joel Sartore hat in Artenreich wirklich großartige Arbeit geleistet. Artenreich. Eine Hommage an die Vielfalt von Joel Sartore weiterlesen

Leg dich nicht mit Krähen an! von Jörg Zittlau

„So sind in Großstädten wie Berlin, Dresden, Bremen und Koblenz bereits ganze Stadtteile unter der Kontrolle von zivilisationstauglichen Raben und Krähen. Sie zwacken den Hunden in die Schwänze, greifen sich die Bretzel aus der Babyhand, reißen gelbe Säcke auf und picken für den Nestbau Dichtungen aus den Fenstern.“

Anders als Tiere und Pflanzen, die sich an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen müssen und nur dann überleben, wenn sie dies erfolgreich bewältigen, modifiziert der Mensch seine Umwelt so, dass sie für ihn und seine Bedürfnisse passt.

„Mittlerweile haben die Anpassungsleistungen des Menschen jedoch Dimensionen erreicht, die deutliche Spuren in der Umwelt hinterlassen und dadurch den Anpassungsdruck auf deren Bewohner extrem erhöhen. […] Der Mensch verändert die Umwelt in einem Eiltempo, das normalerweise in der Evolution nicht vorkommt; es sei denn, dass ein Meteor einschlägt oder gleich mehrere Vulkane ausbrechen.“ Leg dich nicht mit Krähen an! von Jörg Zittlau weiterlesen

Das Geheimnis der Winterschläfer von Lisa Warnecke

„Doch der Begriff <Winterschlaf> ist denkbar irreführend. Denn erstens schlafen Tiere während dieser Zeit gar nicht und zweitens muss sie nicht zwingend im Winter liegen.“

In Das Geheimnis der Winterschläfer erzählt die promovierte Biologin Lisa Warnecke von dem Zustand, der in der Allgemeinbevölkerung als „Winterschlaf“ bekannt ist, von Biologen jedoch „Torpor“ genannt wird und zu dem nur Vögel und Säugetiere fähig sind, die so ihren Energiebedarf um 99 Prozent senken. Im Torpor werden lebenserhaltende Funktionen wie der Stoffwechsel, der Herzschlag und die Körpertemperatur stark heruntergefahren, so dass die Tiere leblos erscheinen, obwohl sie den Zustand selbst stark regulieren und aus eigener Kraft wieder verlassen können. Das Geheimnis der Winterschläfer von Lisa Warnecke weiterlesen

Das geheime Netzwerk der Natur von Peter Wohlleben (Hörbuch)

„Die Natur ist wie ein großes Uhrwerk. Alles ist übersichtlich geordnet und greift ineinander, jedes Wesen hat seinen Platz und seine Funktion.“

In Das geheime Netzwerk der Natur erzählt der Förster Peter Wohlleben von Wölfen und Uferneugestaltung, Kranichen und spanischer Schinkenproduktion, Amerikanischen Seeforellen und Hirschpopulationen, Rehen und Photosynthese, Speichel und Salicylsäure, Vergissmeinnicht und Ameisen, Borkenkäfern und Klimawandel, Wachsmotten und Fledermäusen, Linsenfliegen und Verwesung, Windpocken und Afrikanischer Schweinepest, Zecken und Ginster, Terpenen und Klima, Sichelzellanämie und Malaria. Das geheime Netzwerk der Natur von Peter Wohlleben (Hörbuch) weiterlesen

Das geheimnisvolle Leben der Pilze von Robert Hofrichter

„Wir sollten Pilze niemals unterschätzen. Sie richten Milliardenschäden an, weil sie Holz, Leder, Textilien, Papier, Lebensmittel und alle möglichen und unmöglichen Materialien zersetzen; sie gefährden Pflanzen, Tiere und Menschen (und andere Pilze), indem sie Krankheiten und Allergien verursachen; sie produzieren Giftstoffe, werden für bestimmte Arten von Krebs verantwortlich gemacht, haben Millionen Menschen umgebracht, sind Urheber der meisten Pflanzenkrankheiten und haben weltweit im drastischen Ausmaß Ernten vernichtet. Doch neben all dem machen sie unsere schöne Welt und Natur zu dem, was sie sind: zu einem einzigartigen Ökosystem.“ Das geheimnisvolle Leben der Pilze von Robert Hofrichter weiterlesen

Neuland von Sven Fennema

„Der Mensch geht, die Natur kommt.“

In seinem Buch Neuland bildet der Fotograf Sven Fennema das schmale Zeitfenster ab, „in dem sich Symbole des Fortschritts und der Zivilisation langsam zurückbilden, um sich schließlich in das Gegenteil zu verkehren: Der Mensch ist gegangen, die Natur übernimmt, verändert und zerstört am Ende.“. Neuland von Sven Fennema weiterlesen

Der Wald. Eine Entdeckungsreise von Peter Wohlleben

„Denn meiner Meinung nach werden viele nicht Förster, weil sie den Wald lieben, sondern weil sie gern jagen.“

Peter Wohlleben erzählt in seinem Buch Der Wald. Eine Entdeckungsreise, das bereits im Jahre 2013 in einer früheren Ausgabe unter dem Titel Der Wald. Ein Nachruf erschienen ist, anfangs von seinem eigenen Werdegang als Förster und von seinem Alltag, später von der Geschichte der Entwaldung und der Aufforstung, von Forstwirtschaft und Urwäldern, Sehen und Fühlen bei Bäumen, Waldboden und Waldameisen, Waldbränden und Kahlschlägen, Jagd und Massentierhaltung, Wölfen und Zecken, Schutzgebieten und Schwarzstörchen, Ruheforst und Sozialbindung des Eigentums, Waldsterben und Klimawandel. Der Wald. Eine Entdeckungsreise von Peter Wohlleben weiterlesen

Gebrauchsanweisung für den Wald von Peter Wohlleben

„Dort, wo Sie gerade dieses Buch lesen, stand auch einmal Wald. Warum ich das so sicher sagen kann? Bevor Menschen begannen, die ganze Landschaft umzukrempeln, gab es praktisch keine baumfreien Flächen. Ausnahmen waren lediglich die Flussufer, bei denen es durch Hochwasser und Treibeis immer wieder alte Stämme umriss, oder große Sümpfe und Moore. Und natürlich die wenigen Flächen, die oberhalb der Baumgrenze liegen, etwa in den Alpen.“

Der Förster Peter Wohlleben erzählt in seiner Gebrauchsanweisung für den Wald von Ruhe und Querfeldeinlaufen, Spurensuche und Fährtenbestimmung, Zufüttern und Vogelhäuschen, Pilzesammlern und Symbiose, Bucheckern und Bärtierchen, Waldameisen und Zecken, Jagd und Tschernobyl, Fuchsbandwurm und Tollwut, Wölfen und Rotkäppchen-Trauma, Braunbären und Luchsen, essbaren Baumtrieben und Laub-/Nadelbäumen, Waldpflege und Waldsterben, Kaminfeuer und Schüttraummeter, Artenvielfalt und Naturschutz, Gewitter und Nebel, Glasscherben und Waldbränden, Vogeluhr und Mooskompass, Kambium und Bockkäferlarven, Bestattungswald und Eigentumsrechten, Nachtspaziergang und Wildkameras, Warnwesten und Tarnfarben, Jahresringen und Astlöchern. Gebrauchsanweisung für den Wald von Peter Wohlleben weiterlesen