James und andere Affen von James Mollison

„Wir unterscheiden uns von anderen Tieren […], aber wir tun dies in geringerem Maße als wir dachten.“

Nach einer Einführung von Jane Goodall werden 50 Menschenaffen porträtiert. Es finden sich Fotografien von Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos, die zu 90% Waisen sind, deren Eltern entweder wegen des Buschfleisches oder wegen des Tierhandels getötet wurden. Im Anschluss an die Fotografien werden Angaben zum Namen, zum Alter, zur Herkunft und zum Leben der einzelnen Menschenaffen gemacht.

Wenn man sich die Porträts der Menschenaffen anschaut, fragt man sich, wie es die Menschen schaffen, Affen zu jagen, zu quälen, zu töten oder gar zu essen, ohne sie als unseresgleichen zu betrachten. Jedes einzelne Bild zeigt eine komplexe Persönlichkeit mit Emotionen, Nachdenklichkeit, Stolz. Die Einführung von Jane Goodall ist sehr berührend und informativ, die Fotografien sind ausdrucksstark und beeindruckend.

James und andere Affen ist ein wunderbares Buch, dem ich viele Leser/Betrachter wünsche!

James Mollison: James und andere Affen. Wachter-Verlag, 2005, 120 Seiten; vergriffen*.

*Das Buch kann jedoch auf verschiedenen Internet-Seiten gebraucht gekauft werden.

Dieser Post gehört zum Tiere-Thema im Mai 2017.

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