Ein Jahr in Paris. Reise in den Alltag von Silja Ukena

„Paris ne finit jamais.“

Silja Ukena trennt sich von ihrem Freund, plündert das Konto, das ihre Oma ihr für schlechte Zeiten eingerichtet hat und macht sich auf den Weg nach Paris, wo sie für die nächsten Monate leben möchte. Sie erzählt vom Leben in der Stadt, von den Parisern, von den Eigenheiten der französischen Sprache, von den Schwierigkeiten, akzeptiert zu werden, und dem Glück, wenn man schließlich akzeptiert wurde.

Ein Jahr in Paris ist eine Liebeserklärung an die Seine-Stadt, der ich mich bedingungslos anschließe. Ich war bereits sieben Mal in Paris und kenne die Stadt bzw. einige Ecken recht gut. Ich habe das Buch von Ukena mit großer Begeisterung und Freude gelesen, was sicherlich vor allem daran liegt, dass ich immer wusste, wo sie sich gerade befindet, ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, ich viele Paris-Erfahrungen mit der Autorin teile. Ob sich das Buch jedoch auch für Leute eignet, die noch nie in Paris waren, wage ich zu bezweifeln, weil man meiner Meinung nach eher wenig von der Autorin erfährt, wenn man nicht schon Vorwissen hat, auf das man das Gelesene beziehen kann.

Mir hat auch der Schreibstil von Ukena sehr gefallen. Ich musste beim Lesen öfters kichern, fand ihre Erlebnisse witzig und spannend.

Das Buch hat Erinnerungen an meine sieben Paris-Aufenthalte geweckt, mich beim Lesen immer wieder nach Paris versetzt und Lust auf eine achte Paris-Reise gemacht.

Silja Ukena: Ein Jahr in Paris. Reise in den Alltag. Herder, 2014, 192 Seiten; 12,99 Euro.

Dieser Post ist Teil des Frankreich-Themas im Juli 2017.

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